Sechs unabhängige Weihnachtsmärkte, von sechs eigenen Trägern gestaltet, liegen in
Münsters Altstadt keine zehn Gehminuten auseinander — und jeder hat seinen ganz eigenen
Charakter. Hier stellen wir sie alle sechs vor: den kleinsten wie den größten, und die
zwei, die im Netz sonst kaum vorkommen.
6unabhängige Märkte
0 €Eintritt, überall
~10Gehminuten auseinander
1Altstadt, ein Fest
Vier der Märkte pflegen eine eigene Website — dorthin verlinken wir für Termine,
Öffnungszeiten und Aussteller. Zwei haben keine: Kiepenkerl und Giebelhüüskesmarkt.
Für sie ist diese Seite die schönste Bühne, die sie im Netz haben.
Lichtermarkt St. Lamberti
Glanz, Geschichte und stille Wunder.
Am Fuß der mächtigen Lambertikirche, mitten am Prinzipalmarkt, entfaltet der
Lichtermarkt seinen ganz eigenen Glanz. Tiefblaue Spitzdachhütten, warmes Licht und
Münsters großer Weihnachtsbaum ergeben ein Bild von seltener Geschlossenheit und
Eleganz — festlich, stilvoll und zugleich wunderbar besinnlich. Der Markt ist bewusst
klein und fein: ausgewähltes Kunsthandwerk, besondere Geschenkideen, liebevolle
Einzelstücke, dazu Mandeln, Waffeln und der beliebte Heidelbeer-Fruchtglühwein, längst
ein Münsteraner Adventsklassiker.
Über allem wacht der Turm von St. Lamberti mit Münsters höchstem Dienstzimmer, der
Türmerstube. Seit Jahrhunderten gehört der Türmer zum Stadtbild; heute steigt die
Türmerin allabendlich die 298 Stufen hinauf und lässt zwischen 20:30 und 24 Uhr ihr
Kupferhorn erklingen — außer dienstags. Und die drei eisernen Käfige am Turm erzählen
von der bewegten Täuferzeit: Die gelben Lichter darin, die „Drei Irrlichter", geben
dem festlichen Ort eine nachdenkliche, geheimnisvolle Tiefe.
Das gibt es so nur in MünsterBlaue Spitzdachhütten im Lichterglanz, die mächtige Lambertikirche, drei geheimnisvoll leuchtende Käfige und der Klang des Kupferhorns hoch über dem Markt.
Lambertikirchplatz · Träger: Interessengemeinschaft Lichtermarkt St. Lamberti · Eintritt frei
Im historischen Kiepenkerlviertel rund um den Spiekerhof liegt ein Weihnachtsmarkt mit
ganz eigenem Charakter: klein, gemütlich, tief verwurzelt im Münsterland. Zwischen
Fachwerk, Sandstein und urigen Häusern entsteht eine behagliche Weihnachtswelt, in der
man dem Trubel der Stadt für einen Moment entkommt. Wenige, liebevoll gestaltete
Holzhütten schmiegen sich um den Kiepenkerl und den großen Weihnachtsbaum — fast wie
ein kleines Dorf mitten in Münster. Man steht beisammen, kommt schnell ins Gespräch und
lernt bei einem Glühwein neue Menschen kennen, als gehörte man längst dazu.
Der Kiepenkerl erinnert an die wandernden Händler früherer Jahrhunderte, die mit ihrer
Kiepe durchs Münsterland zogen, Eier, Butter und Speck in die Stadt brachten und
Nachrichten von Ort zu Ort trugen — die Verbindung zwischen Stadt und Land. Heute steht
er für westfälische Bodenständigkeit, Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Genau das
schmeckt man hier: regionale Spezialitäten, duftender Mandel-Rosinen-Glühwein,
Deftiges, vegane Varianten und ein guter westfälischer Schnaps — eng verbunden mit der
traditionsreichen Gastronomie des Viertels.
Das gibt es so nur in MünsterEin Weihnachtsdorf, das nicht einfach aufgebaut wird, sondern aus seinem Ort heraus entsteht — zwischen Kiepe, Fachwerk und Glühweinduft.
Vor den mittelalterlichen Mauern der Liebfrauen-Überwasserkirche öffnet sich im Advent
eine besonders stimmungsvolle Weihnachtswelt. Die kleinen, spitzen Giebelhüüskes
erinnern an Münsters historische Giebelhäuser und geben dem Markt seinen Namen. Durch
den Torbogen betritt man einen geschützten Ort voller Handwerkskunst, besonderer
Geschenkideen und Winterleckereien — und über den Dächern reicht der Blick bis zu den
erleuchteten Türmen des Doms. Der Name erinnert übrigens daran, dass die Kirche, von
der Domburg aus gesehen, jenseits der Aa liegt: „über dem Wasser".
Zugleich weht hier ein frischer, studentischer Wind — die Nähe zur Universität macht
den Markt zum Treffpunkt für junge, weltoffene Menschen. Neben Glühwein warten Met,
Hot-Aperol, Bierspezialitäten, Handbrot, Waffeln und Flammkuchen. Seine besondere Tiefe
bekommt der Markt durch den CityAdvent in der Kirche: Jahr für Jahr verwandeln
außergewöhnliche Kunstinstallationen den Raum in einen Ort zum Staunen und Innehalten.
Draußen das fröhliche Markttreiben, drinnen die stille Kraft der Kunst.
Das gibt es so nur in MünsterEin kleiner Weihnachtsmarkt mit studentischem Flair, historischen Giebelhütten, mittelalterlicher Kirchenkulisse und international beachteter Kunst gleich nebenan.
Im geschützten Innenhof des Aegidiimarktes erwartet die Besucher ein Weihnachtsmarkt
voller Wärme, Licht und vertrauter Adventsmomente. Schon von Weitem zieht die sechs
Meter hohe Holzpyramide alle Blicke auf sich: Mit ihren liebevoll gestalteten Figuren
dreht sie sich ruhig im Lichterglanz — ein Stück erzgebirgische Tradition mitten in
Münster. Alle halbe Stunde erklingt ihr festliches Glockenspiel und lässt Groß und
Klein innehalten.
Ein besonderer Mittelpunkt ist die große Advents-Krippe, deren Figuren die
Weihnachtsgeschichte erzählen — ein beliebter Treffpunkt für Familien. Während Kinder
staunen und Märchenfiguren entdecken, genießen die Erwachsenen Glühwein, gebrannte
Mandeln oder Reibekuchen. So verbindet der Aegidii-Markt märchenhafte Atmosphäre mit
gemütlichem Beisammensein.
Das gibt es so nur in MünsterEine große Weihnachtspyramide, ein erklingendes Glockenspiel und eine liebevoll gestaltete Advents-Krippe — vereint an einem Ort, der mitten im Trubel eine kleine, besinnliche Weihnachtswelt entstehen lässt.
Am Harsewinkelplatz, direkt bei den berühmten „Kirschen" von Thomas Schütte, zeigt
sich Weihnachten von seiner besonders münsterischen Seite. Der X-MS ist klein,
persönlich und voller Geschichten. Seine Hütten haben ein zweites Leben bekommen:
Einst waren sie Erdbeer- und Spargelstände aus Münster, heute geben sie regionalen
Künstlern, Manufakturen und kreativen Köpfen ein Zuhause. Hier findet man keine
austauschbaren Waren, sondern besondere Dinge aus Münster und dem Münsterland — mit
einer Geschichte dahinter.
Dazu duftet es nach Bio-Glühwein, Telgter Kakao, frischen Münsterland-Pommes, veganen
Spezialitäten und westfälischem Grill. Nachhaltigkeit wird hier nicht nur versprochen:
Mehrweg statt Einweg, regionale Anbieter, wiederverwendete Stände. Und dann ist da die
kleine Bühne — oft Live-Musik, manchmal spontane, überraschende Auftritte, die niemand
vorher ankündigt. Zwischen Lichterglanz, Glühweinduft und den „Kirschen" entstehen
Augenblicke, die man nicht planen kann. In der Ehrenamtshütte bekommen soziale
Initiativen mitten im Trubel eine Bühne.
Das gibt es so nur in MünsterEin Weihnachtsmarkt zwischen zeitgenössischer Kunst, regionalem Handwerk, nachhaltigem Genuss, echtem Engagement und überraschender Live-Musik.
Rund um das Historische Rathaus liegt der wohl traditionsreichste und größte
Weihnachtsmarkt der Stadt. Seit 1970 verwandelt sich der Rathausinnenhof in eine
festliche Welt aus Kunsthandwerk, Geschenkideen und Genüssen; rund 90 Stände laden zum
Bummeln ein, umgeben von den historischen Giebelhäusern, dem Stadtweinhaus und dem
Friedenssaal. Seinen Zauber entfaltet der Markt unter dem großen Lichterhimmel, dessen
tausende Lämpchen die Sandsteinfassaden in warmes Gold tauchen.
Doch dieser Ort ist mehr als eine Kulisse: Im Historischen Rathaus wurde 1648 der
Westfälische Frieden verkündet — wer hier über den Markt geht, bewegt sich mitten durch
europäische Geschichte. Neben hochwertigem Kunsthandwerk locken Flammkuchen, gebrannte
Mandeln und Feuerzangenbowle, wechselnde Pop-up-Hütten bringen immer Neues, und der
Weihnachtsbasar der Wohlfahrtsverbände verbindet Adventsfreude mit sozialem Engagement.
Ein besonderer Moment: Wenn samstags um 16:48 Uhr Musik vom Sentenzbogen des
Stadtweinhauses erklingt, wird die Erinnerung an das Friedensjahr 1648 lebendig.
Das gibt es so nur in MünsterEin Weihnachtsmarkt an einem historischen Friedensort, umgeben von originalgetreu wiederaufgebauten Giebelhäusern und überspannt von einem funkelnden Lichterhimmel.
Rathausinnenhof · Platz des Westfälischen Friedens · Träger: Halle Münsterland · Eintritt frei
Das Schöne ist der Weg dazwischen: Von der Himmelsleiter bis zur Holzpyramide sind es
keine 25 Gehminuten, vorbei an allen sechs Märkten. Wie das aussieht, erzählt der
Adventsspaziergang — und wer sich seine eigene
Runde bauen möchte, nutzt den Routenplaner.